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Hintergrund Krafttraining

Isolationsübungen

Anfängern ist von Isolationsübungen abzuraten, denn sie dienen dazu, gezielt einzelne Muskeln zu beanspruchen und damit Details in der körperlichen Konstitution zu korrigieren. Es macht einen extremen Unterschied, ob einige - aber letztlich isolierte - Muskeln eine Mehrbeanspruchung aufweisen oder aber der ganze Körper. Nur in letzterem Fall ist gewährleistet, dass die Beanspruchung an Stoffwechsel und Kreislauf so groß sind, dass der Körper überhaupt Willens ist, überzukompensieren.

Es ist ein oft beobachtetes Phänomen, dass Personen, die mit Isolationsübungen trainieren, über ein bestimmtes, relativ geringes Maß an Belastung bei ihren Übungen nicht hinauskommen - weil ihnen die stoffwechseltechnische Grundlage dazu fehlt. Nach einer Umstellung des Trainings auf Ganzkörperbeanspruchung kommen sie dann in der Regel weiter. Wer keine Grundlage hat, kann auch keine Details korrigieren - und natürlich sind Grundübungen wesentlich anstrengender als Isolationsübungen.



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Heimtrainer

Der Heimtrainer ist der Klassiker unter den Heimsportgeräten. Der Heimtrainer sorgt für ein kontrolliertes und optimal dosiertes Herz-Kreislauf-Training. Die sitzende Haltung entlastet die Gelenke, was vor allem für Übergewichtige und Menschen mit Hüft- oder Knieproblemen von Vorteil ist. Trainiert werden neben der Beinmuskulatur vor allem das Herz-Kreislauf-System. Deshalb sollte ein kleines Fitnessprogramm für den Oberkörper entsprechend ergänzt werden. Es empfiehlt sich eine aufrechte bzw. ganz leicht nach vorne gebeugte Sitzhaltung. Heimtrainer gibt es von der Standard- bis hin zur Luxusklasse, so dass für jeden Geldbeutel ein passendes Gerät zu finden sein sollte.

Qualitätskriterien für Heimtrainer

1. Schwungmasse: Das Gewicht der Schwungscheibe und die Übersetzung der Antriebsscheibe sind ausschlaggebend für den Rundlauf und die Intensität der Bewegung. Ein Heimtrainer sollte mindestens mit einer Schwungscheibe von 5 kg ausgestattet sein.

2. Bremssystem: Die Schwierigkeit wird erhöht, indem die Schwungscheibe abgebremst wird. Bewährt hat sich das Magnetbremssystem oder die Wirbelstrombremse (Induktionsbremse). Beide Bremssysteme unterliegen keinem Materialverschleiß, sind geräuscharm und ermöglichen ein von der Drehzahl unabhängiges Training. Die Wirbelstrombremse erzielt dabei höhere Widerstände bei hervorragendem Rundlauf.

3. Trainingscomputer: Er liefert die Daten über das aktuelle Training. Die Standardinformationen sind Trainingszeit, Geschwindigkeit, Entfernung. Bessere Geräte ermöglichen eine Pulskontrolle über Kontaktflächen für die Hände, hochwertige Geräte über einen Brustgurt. Das Angebot verschiedener Trainingsprogramme sorgt für mehr Abwechslung.

4. Komfort: Die Einstellmöglichkeiten von Sattel und Lenker sind für eine optimale Sitzposition von entscheidender Bedeutung. Nur mit der exakten Sitzposition kann man die Kraft sauber auf die Pedale übertragen.

5. Zubehör: Fußschlaufen an den Pedalen sind empfehlenswert, da Sie einen Richtungswechsel der Tretbewegung ermöglichen und somit andere Muskelgruppen beanspruchen. Transportrollen erleichtern das auf die Seite schieben des Gerätes. Für Menschen mit Knieproblemen oder nach Knieoperationen gibt es kürzere Pedalarme, um die Bewegungsamplitude zu verringern.



Krafttraining

Unter Krafttraining versteht man ein körperliches Training, welches das Hauptaugenmerk auf die Steigerung der Kraftfähigkeiten und Erhöhung der Muskelmasse. Krafttraining legt dabei kein Wert auf die Verbesserung Ausdauer, Schnelligkeit oder Beweglichkeit.

Die theoretische Grundlage beim Krafttraining ist der Umstand, dass der Körper danach trachtet, sich möglichst ökonomisch an Beanspruchungen anpassen zu können. Wird er nun durch erhöhte Kraftbelastungen beansprucht, so passt er sich an, indem er über Veränderungen im Kreislauf- und Zentralnervensystem sowie im Bewegungsapparat, also bei Knochen, Sehnen und Muskeln, seine Fähigkeit zur Kraftentfaltung steigert.

Anpassungen der körperlichen Systeme an das Krafttraining
Die Anpassung des Körpers beim Krafttraining erfolgt in dieser Reihenfolge:
Das Zentralnervensystem passt sich an, indem es die Muskulatur anders ansteuert. Es verbessert die Koordination zwischen den einzelnen Muskeln bzw. Muskel-Teilen (intermuskuläre Koordination) und jene innerhalb des Muskels (intramuskuläre Koordination). Das initiiert eine Anpassung des Herz-Kreislauf-Systems, welches sich anpasst, um die Muskulatur während bzw. kurz nach der Beanspruchung besser mit Blut und damit Nährstoffen versorgen zu können. Damit verändert sich auch der Stoffwechsel, der größere Reservekapazitäten aufbaut, um die Versorgung der Muskulatur (nach Beendigung der Beanspruchung) trotz erhöhten Verbrauchs garantieren zu können. Letztlich passen sich auch die Muskeln selbst an. In ihnen erhöht sich je nach Belastungsgestaltung des Krafttrainings die Zahl der Mitochondrien, der "Zellkraftwerke", welche für die aerobe Energiebereitstellung , also die "Verbrennung" mittels Sauerstoff, verantwortlich sind. Des Weiteren gibt es verschiedene Muskelfasertypen, die für verschiedene Arten der Beanspruchungen (Schnellkraft, Kraftausdauer, Ausdauer, etc.) konzipiert sind, und die sich je nach langfristiger Beanspruchung bedingt ineinander umwandeln können. Am Ende steht beim Krafttraining eine Erhöhung der maximalen Kraftfähigkeiten und eine Vergrößerung des Muskelquerschnittes, wobei es sich hier um ein Dickenwachstum des Muskels handelt. Eine Vermehrung der Muskelzellen durch Krafttraining ist dagegen in der Fachwelt eher umstritten.



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